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Individuelle Bewegungstherapie

Immer mehr Studien belegen, dass bei verschiedenen Krankheitsbildern (z.B. Koronarer Herzerkrankung, Diabetes mellitus, Hypertonie sowie zahlreichen Problemen des Skelettsystems) Bewegung nicht nur ähnlich wirksam sein kann wie eine Therapie durch Medikamente, sondern dieser möglicherweise überlegen ist. Zumindest sollte ein gezieltes Trainingsprogramm als Ko-Therapeutikum einen festen Stellenwert in einem auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Therapiekonzept bei chronischen Krankheiten einnehmen.

 

Das Institut für Sport- und Bewegungsmedizin bietet eine individuelle Bewegungstherapie als ärztliche Leistung an, die von privaten Krankenversicherungen bei Vorliegen einer Indikation üblicherweise erstattet wird. Dieses Training findet im Fitness-Studio der Universität Hamburg im Sportpark Rotherbaum (15 m entfernt von den Räumlichkeiten der Sportmedizin) statt und umfasst in der Regel Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationskomponenten.

 

Vor Aufnahme einer Bewegungstherapie muss zwingend eine Gesundheitsuntersuchung erfolgen, um sicher zu stellen, dass keine gesundheitlichen Bedenken gegen eine Bewegungstherapie bestehen, und zur Feststellung der individuell günstigsten Belastungsintensitäten für ein optimales Training.

 

Das Training erfolgt durch sportwissenschaftlich ausgebildete Bewegungstherapeuten unter ärztlicher Supervision in einer 1:1 Betreuung mit regelmäßiger ärztlicher Visite. Eine Ausgangsuntersuchung dient als Erfolgskontrolle.

 

Neben der direkten positiven Beeinflussung des aktuellen Beschwerdebildes liegt ein wesentlicher Nebeneffekt der Individiellen Bewegungstherapie darin, dass die Patienten nicht nur die Scheu vor Bewegung verlieren - sie lernen auch, welches Training für sie am besten geeignet ist, sie machen positive Körpererfahrungen und werden dadurch in die Lage versetzt, langfristig eine Lebensstilmodifikation zu erreichen.

 

Individuelle Bewegungstherapie

Literatur:

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR): Leitlinie körperliche Aktivität zur Sekundärprävention und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen. Clin Res Cardiol Suppl 4:1–44 (2009)
Hier können Sie sich die Leitlinien der DGPR herunterladen.

 

Bjarnason-Wehrens B., Mayer-Berger W., Meister E.R. et al (2004) Einsatz von Kraftausdauertraining und Muskelaufbautraining in der kardiologischen Rehabilitation. Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft fur Pravention und Rehabilitation von Herz- Kreislauferkrankungen e. V. Z. Kardiol. 93:357-370.


Hier können Sie sich die Empfehlungen der DGPR herunterladen.

 

Ketelhut R.G. (2004) Körperliche Aktivität zur Behandlung des arteriellen Hochdrucks. Deutsches Ärzteblatt: 101(50): A3426 -3432
Hier erhalten Sie den Artikel als pdf.