ISB Logo
  Institut für Sport- und Bewegungsmedizin
 
   
Button Startseite
Linie grau
Butto Über uns
Linie grau
Button Aktuelles
Linie grau
Leistungen
Linie grau
Button Gesundheitsuntersuchung
Linie grau
Button Leistungsdiagnostik
Linie grau
Button Breiten und Leistungssportler
Linie grau
Angebot Triathleten
Linie grau
Angebot Tennisspieler
Linie grau
Angebot Hockeyspieler
Linie grau
Angebot Vereine und Mannschaften
Linie grau
Angebot Menschen mit Vorerkrankungen
Linie grau
Angebot Menschen mit Behinderung
Linie grau
Angebot Best Ager
Weitere Leistungen
Linie grau
Button Veranstaltungen
Linie grau
Button Kooperationen
Linie grau
Button Referenzen
Linie grau
Button Presse
Linie grau
Button So finden Sie uns
Blindgif
Atherogenes Risikoprofil
Degenerative Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen die größte Gesundheitsgefährdung für die Menschen in unserem Kulturkreis dar. Durch Bewegungsmangel und Fehlernährung kommt es zu Stoffwechselstörungen: Durch die fehlende körperliche Bewegung wird zu wenig Zucker in den Muskelzellen verbrannt, die muskulären Energiedepots werden nicht entleert. Durch die hohe Nahrungsaufnahme werden im Gegenteil immer mehr Energieträger zugeführt, sodass es zu einem chronischen Anstieg des Blutzuckerspiegels und der Insulinkonzentration kommt (sogenannte „Insulinresistenz“). Der erhöhten Insulinkonzentration wird eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Bluthochdrucks beigemessen; die überschüssigen Energieträger werden in Fett umgewandelt; es kommt zu Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht.
 
Bild Atherogenes Risikoprofil

Die Konstellation „Bluthochdruck“, „Fettstoffwechselstörung“ und „Insulinresistenz“ gilt seit einigen Jahren unter der Bezeichnung „metabolisches Syndrom“ als eigenständiges Krankheitsbild. Als Ergebnis dieser Stoffwechselstörung kommt es frühzeitig zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. Dieser bewirkt eine chemische Verbindung der Zuckermoleküle mit bestimmten Molekülen in den Blutgefäßen und des roten Blutfarbstoffs (Glykolysierung). Aus der Menge des glykolyisierten Hämoglobins (HbA1c) lässt sich somit eine gute Einschätzung der Regulation des Zuckerstoffwechsels ableiten; eine Erhöhung dieses Wertes, der auch als das „Gedächtnis der Blutzuckereinstellung“ bezeichnet wird, spricht für längere Phasen erhöhter Blutzuckerkonzentration und gilt u.a. als Hinweis für eine beginnende Insulinresistenz beim metabolischen Syndrom.

Durch die Fettstoffwechselstörungen kommt es zu einer allmählich fortschreitenden Ablagerung von Fettpartikeln an der Innenseite von Arterien, die im Laufe der Zeit verkalken und zu einer Querschnittsverengung führen, woraus ein verringerter Blutdurchfluss resultiert. Unter Ruhebedingungen kann dabei meist noch durchaus genügend Blut durch die verengte Arterie gelangen, sobald aber eine höhere Belastung vermehrt Sauerstoff benötigt, stellen sich die typischen Symptome eines Sauerstoffmangels ein. Am Herzmuskel kommt es zu den Symptomen der Angina pectoris, im Gehirn können sogenannte TIA´s (transitorisch ischämische Attacken), also zeitweilige Minderdurchblutungszustände auftreten. Im Extremfall kann es zu Herzinfarkt und Schlaganfall kommen.

Aus vielen epidemiologischen Untersuchungen der vergangenen Jahrzehnte ist mittlerweile eindeutig belegt, dass die Entstehung dieser arteriosklerotischen Veränderungen durch das Vorliegen sogenannter Risikofaktoren begünstigt wird.

Hierzu gehört neben der Blutzuckererhöhung in erster Linie eine erhöhte Cholesterinkonzentration und dabei insbesondere eine erhöhte Konzentration von LDL-Cholesterin, ein erhöhter Blutdruck (diese Störungen sind geradezu hervorragend durch regelmäßige körperliche Aktivität beeinflussbar) sowie Nikotinmissbrauch.

In der letzten Zeit sind „neue“ Risikofaktoren dazugekommen, zu denen die genetisch vorbestimmten Lipoproteine, Apolipoprotein A und B gehören. Dabei handelt es sich um die Transporteiweiße, die das „gute“ HDL-Cholesterin (Apolipoprotein A) bzw. das „schlechte“ LDL-Cholesterin (Lipoprotein B) transportieren. Dementsprechend ist eine hohe Konzentration des Apolipoproteins A eher ein prognostisch günstiger, des Apolipoproteins B eher ein ungünstiger Befund.

Blutwert Normwerte:
- Triglyceride (<150 mg/dl)
- Gesamt-Cholesterin (<200 mg/dl)
- HDL-Cholesterin (>35 mg/dl)
- Gesamt-/ HDL-Cholesterin (<4,5)
- LDL-Cholesterin (<150 mg/dl)
- LDL-/ HDL-Cholesterin (<3,0)

- Lipoprotein (a) (bis 30 mg/dl)
- Apolipoprotein A (1,10 – 2,05 g/l)
- Apolipoprotein B (0,55 – 1,40 g/l)
- ApoB/ApoA A-I-Quotient (0,35-1,00)
- HbA1c (4,2–6,0 % d. Hb)

Aus der Gesamtbetrachtung dieser Werte sowie unter Einbeziehung weiterer Untersuchungsergebnisse (Bauchumfang (normal Frauen bis 88 cm, Männer bis 102 cm), Body Mass Index BMI von kg/m2 - optimal: 20-25 - Ruheblutdruck im Sitzen 1/0 (1/0) mmHg, Blutdruck (<200/100 mmHg) bei einer Belastung von 100 Watt) lässt sich das atherogene Risiko ablesen.

Untersuchung: Einmalige Blutentnahme
Kosten: ca. 90,00 Euro. Rechnungsstellung erfolgt durch externes Labor.

Literatur:

Gami, A.S., Witt, B.J., Howard, D.E. et al (2007) Metabolic Syndrome and Risk of Incident Cardiovascular Events and Death. A Systematic Review and Meta-Analysis of Longitudinal Studies. J. Am. Col.l Cardiol. 49(4):403-414

Metabolisches Syndrom - Internisten im Netz
Link zur Website

Ratgeber Metabolisches Syndrom - Informationen für Betroffene und Angehörige
Link zur Website

Gelbe Linie
Copyright © 2002-2017: Institut für Sport- und Bewegungsmedizin e.V.