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Was ist Übertraining?
 
 

Übertraining bezeichnet eine länger dauernde Stagnation oder einen länger dauernden Abfall der sportartspezifischen Leistung.
Der Sportler bemerkt eine schnellere Erschöpfung bei hochintensiver Ausdauer-belastung. Es kommt zu einem Abfall der maximalen Herzfrequenz sowie zu Befindlichkeitsstörungen.

Besonders häufig betroffen sind Jugendliche und SportlerInnen, die vermehrt Kraft-, Sprint- und Sprungbelastung trainieren.
Neben der erhöhten Müdigkeit besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr durch zentralnervös bedingte Konzentrationsstörungen. Außerdem ist die Infektanfälligkeit durch Beeinträchtigung des Immunsystems erhöht.

Ursachen für eine Übertrainingssymptomatik sind zu kurze Regenerationsphasen sowie ein Missverhältnis zwischen aktueller Gesamtbeanspruchung und Belastbarkeit. Muskuläre Belastung führt zu einer Reduzierung der muskulären Glykogenkon-zentration. Die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher erfolgt während der Regenera-tionsphasen.
Häufige Belastungen im glykogenverarmten Zustand führen zu einer Erschöpfung der Katecholaminsekretionsfähigkeit (Vermittlerstoff des Nervensystems) und somit zum typische Bild des Übertrainings.

Es gibt sog. unblutige und sog. blutige Warnzeichen für eine Übertrainings-symptomatik.

Zu den unblutigen gehören Verminderung der sportartspezifischen Leistung, signifikante Reduktion der maximalen Sauerstoffaufnahme, Erniedrigung der Belastungsdauer bis zum Abbruch, Befindlichkeitsstörungen (erhöhte Nervosität, gesteigerte Reizbarkeit, innere Unruhe).

Zu den blutigen Hinweisen auf eine Übertrainingssymptomatik zählen ein erniedrigter maximaler Laktatwert (Laktat ist ein Indikator für die muskuläre Glykogenkonzentration; überraschend niedrige Laktatkonzentrationen auf hohen Belastungsstufen sind also Hinweis auf eine muskuläre Glykogenveramung und somit ein Warnsignal für eine unter Umständen drohende Übertrainingssymptomatik), eine erhöhte Aktivität der Kreatinkinase (Muskelenzym) sowie ansteigende Werte von Harnstoff und Harnsäure (beides Blutparameter des Muskelstoffwechsel sowie des Regenerationszustandes).

 
 
   

 
     
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