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Was ist ein Läuferknie ?
 
 

Das Läuferknie: Tractus iliotibialis-Syndrom, iliotibiales Bandsyndrom

Der Tractus iliotibialis ist ein breiter, straffer Faserzug, der die äußere bindegewebige Schicht der Oberschenkelmuskulatur [Oberschenkelfaszie] seitlich verstärkt. Dieses Faserbündel kann durch ständige Reibung im Bereich des äußeren seitlichen Gelenkknorrens des Oberschenkels [lateraler Femurkondylus] Beschwerden verursachen. Auch am Ansatz des Tractus am vorderen seitlichen Unterschenkel können Überlastungsphänomene auftreten. Prädisponierend sind O-Beine, Hyperpronation der Füße sowie das Laufen auf unebenen Oberflächen, aber auch das Fahrradfahren mit fester Pedalverbindung.
Der Sportler klagt über stechende Schmerzen im Bereich des äußeren Kniegelenkspaltes, die auch ausstrahlen können. Typischerweise treten die Beschwerden nach Durchlaufen einer ganz bestimmten Distanz auf, nehmen dann kontinuierlich zu, bis die Fortsetzung des Laufens unmöglich wird. Bei Unterbrechung des Laufs lässt der Schmerz meist nach, kehrt bei Wiederaufnahme des Laufen jedoch unmittelbar zurück.
Durch eine sportärztliche Untersuchung sollten andere Ursachen für die o.g. Beschwerden [Meniskus- bzw. Knorpelschaden, freier Gelenkkörper im Knie] ausgeschlossen werden.
In der Akutphase sind Eisanwendungen sowie das Einhalten von Ruhe von großer Bedeutung. Antientzündlich wirksame Medikamente können hilfreich sein.
Nach Rückgang der akuten Beschwerden können Wärmeanwendungen sowie das Tragen eines Wärmeschutzes sinnvoll sein. Auch Dehnübungen derjenigen Muskeln (M. glutaeus maximus, M. tensor fasciae latae), welche in den selbst nicht dehnbaren Tractus iliotibialis inserieren, sind empfehlenswert. Das Laufschuhwerk bzw. die Stellung des Fußes in der Fahrradpedale sollte überprüft werden. Bei O-Beinen empfiehlt sich eine Schuhaußenranderhöhung.
Des weiteren ist eine Trainingsanpassung im Sinne von symptomlimitierten Trainingintensitäten und /oder -umfängen oder ein vorübergehendes Ausweichen auf Ausgleichssportarten zu empfehlen. Anschließen kann die vorsichtige, symptomlimitierte Steigerung der Trainingintensitäten und /oder -umfängen erfolgen.

 
 
   

 
     
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