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Warum ist Laufen gesund ? Marathon und Gesundheit

Regelmäßiges Sporttreiben ist gesund.

Laufen als typische Ausdauersportart hilft, die typischen sogenannten „Zivilisationskrankheiten“ wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht sowie Diabetes vom Typ II („Alterszucker“) und die daraus entstehenden oftmals fatal endenden Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden.
Ein täglicher Energie Mehrumsatz von ca. 300 Kcal senkt das Risiko für die Entwicklung dieser Erkrankungen auf die Hälfte. Das kann bereits durch 30 bis 45 Minuten Joggen erreicht werden.

Laufen führt neben seinen positiven Effekten auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem auch zu einer Kräftigung der Muskulatur, und wirkt positiv auf die Ernährung von Gelenkknorpeln und Bandscheiben in der Wirbelsäule.
Es kann die Entstehung einer Osteoporose verhindern und führt zu einer Stärkung des Immunsystems mit einer erhöhten Infektresistenz.

Laufen verbesserte die allgemeine körperliche Fitness und steigert die kognitive und intellektuelle Leistungsfähigkeit, die Kreativität sowie das allgemeine Wohlbefinden.

Auch wenn die gesundheitlichen Effekte eines Marathonlaufs selbst durchaus kontrovers diskutiert werden müssen kann man eindeutig sagen, dass die Vorbereitung auf einen Marathon eine ideale gesundheitlich präventive Maßnahme ist – unter Umständen auch geeignet ist, bereits bestehende Gesundheitsstörungen zu behandeln.

Bei allen positiven Effekten, die durch regelmäßige Ausdauerbelastungen erreicht werden können, sollte man allerdings nicht vergessen, dass ungewohnte körperliche Anstrengung bei einem vorgeschädigte Herz-Kreislaufsystem akut durchaus eine gesundheitliche Gefährdung darstellen kann.

Tatsächlich können auch Leistungssportler an gefährlichen Erkrankungen z.B. des Herz-Kreislaufsystems leiden, ohne davon zu wissen. Deshalb sind regelmäßige sportmedizinische Untersuchungen für alle Kaderathleten der Deutschen Sportfachverbände (A-D/L - Kader) obligat.
1 x pro Jahr müssen sich alle Kaderathletinnen und –athleten in einem der dafür geschaffenen lizensierten sportmedizinischen Untersuchungszentren untersuchen lassen. In einigen Sportverbänden ist diese jährliche sportmedizinische Untersuchung sogar verpflichtende Voraussetzung, um eine Startberechtigung zu erhalten.

Aber auch zur Feststellung des Leistungszustandes, in der Trainingsüberwachung sowie in der Prävention, Diagnostik und Therapie von Überlastungs- und Mangelzuständen geben derartige Untersuchungen klärende Antworten.

Die Organisatoren des Marathon Hamburg bieten in Zusammenarbeit mit den sportmedizinischen Abteilungen der Humboldt Universität Berlin sowie der Universität Hamburg interessierten Läuferinnen und Läufern die Möglichkeit, ihr eigenes gesundheitliches Risiko über einen Internetgestützten Fragebogen zu ermitteln.

Sehr viel genauer lässt sich ein mögliches gesundheitliches Risiko aber durch eine sportmedizinische Untersuchung ausschließen.

Deshalb sollte bei Anfängern und Wiedereinsteigern vor Aufnahme eines regelmäßigen Lauftrainings eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt werden. Hierzu gehört obligat ein Belastungs - EKG bis zur maximalen Ausbelastung zum Ausschluss evtl. bestehender Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems. Selbstverständlich erfolgt dabei auch eine Kontrolle des Blutdrucks. Auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens („Herzecho“) wird empfohlen; eine angeborenen Verdickung der Herzscheidewand, die bei dieser Untersuchung gut erkannt werden kann, ist die häufigste Ursache von plötzlichen Todesfällen jüngerer Sportler.

Wenn eine derartige Untersuchung auf einem Laufbandergometer durchgeführt wird können neben der Einschätzung des aktuellen Gesundheitszustands dann auch Aussagen über den aktuellen Fitnesszustand sowie zu den individuell günstigsten Belastungsintensitäten zum Erreichen optimaler Trainingsergebnisse abgeleitet werden
Diese sog. „Leistungsdiagnostik“ bietet Anfängern und Fortgeschrittenen über die Ermittlung individuell günstiger Herzfrequenzen ganz wichtige Informationen zur individuellen Gestaltung des Trainings. Das ist besonders wichtig, weil diese Frequenz oftmals erheblich von den in Läuferkreisen kursierenden pauschalen Herzfrequenzempfehlungen abweichen kann. Im Einzelfall kann sich die Herzfrequenz für gleiche Trainingseffekte zwischen zwei Personen um über 50 Schläge / min. unterscheiden.

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